Testament-Muster

Auf testamentmuster.com finden Sie viele hilfreiche Ideen und Tipps zum Thema Testament. Sie können sich auch direkt Testament-Muster für Ihr eigenes Testament einsehen. Es ist nicht einfach ein Testament zu verfassen, weil man dadurch unmittelbar mit dem Thema Tod konfroniert wird. Doch wenn man seinen Nachkommen mögliche Streiterein ersparen will, ist es erforderlich bereits vor dem Tod zu erklären, wie das eigene Hab und Gut verteilt werden soll. Dies ist mit Hilfe eines schriftlichen Testaments möglich. Ein Testament ist eine Verfügung in der eine Person festlegt, was mit dem eignen Vermögen geschehen soll. Das Testament wird gerne auch als “letzter Wille” bezeichnet, da hier die letzte wichtige Entscheidung getroffen wird. Der Begriff Testament stammt aus dem lateinischen und es heißt so viel wie “bezeugen”. Als Vorlage für ein Testament können Sie ein Testament-Muster verwenden.

Ohne ein Testament tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Dabei werden Ehepartner, Kinder und weitere Verwandte als Erbe eingesetzt. Wer darüber hinaus andere Personen in das Erbe miteinbeziehen will, muss jedoch ein Testament verfassen. Das Erbrecht kennt zwei verschiedene Formen des Testaments: Das sog. öffentliche (notarielle) Testament und das eigenhändige Testament. Wer kein Testament verfasst, überlässt seinen Nachlass der gesetzlichen Erbfolge. Wer selbst nicht im Stande ist ein Testament zu verfassen, sollte rechtlichen Beistand einholen oder kann auf ein Testament-Muster zurückgreifen.

Testament-Muster: Was ist beim Schreiben des Testaments beachten?

Bei einem Testament sind folgende Askepte zu beachten. Orientieren Sie sich gerne an unseren nachfolgenden Testament-Mustern.

  • Testament muss vollständig eigenhändig geschrieben werden. Ein Testament, das mit dem PC oder der Schreibmaschine geschrieben wird, ist als Testament unwirksam.
  • Ein Testament muss eine einheitliche zusammenhängende Urkunde darstellen. Sollten es mehrere Blätter sein, sollte man diese auf alle Fälle nummerieren.
  • Beratung durch einen Rechtsanwalt oder Notar ist nicht zwingend erforderlich.
  • Auf dem Testament sollte Datum und Ort angegeben werden, damit man nachvollziehen kann, wann und wo es geschrieben wurde.
  • Eine Überschrift der Urkunde, wie „Mein Testament“ ist zwar formell nicht zwingend erforderlich, ist jedoch sinnvoll um eindeutig zu belegen, worum es geht.
  • Das Testament muss zwingend unterschrieben werden!
  • Hat der Erblasser bereits ein älteres Testament geschrieben, sollte er dies ausdrücklich widerrufen.

Nachfolgend finden Sie konkrete Muster für ein Testament. Das Testament-Muster ist nur ein Vorlage und sollte individuell angepasst werden. Auf die obigen Aspekte ist zwingend zu achten, da dieses Testament-Muster keinen rechtsgültigen, verbindlichen Charakter liefert. Es ist ausschließlich als Testament-Muster bzw. Vorlage anzusehen.

Testament-Muster für gemeinschaftliches Testament bei Ehegatten

Das nachfolgende Testament-Muster ist eine Vorlage für ein gemeinschaftliches Testament, dass von beiden Ehegatten formuliert werden könnte.

Unser gemeinsames Testament

Wir, die Eheleute Max  Mustermann und Maria Mustermann, formulieren hiermit ein gemeinsames Testament. Wir sind beide nicht durch frühere gemeinschaftliche Testamente oder Erbverträge gebunden. Vorsorglich widerrufen wir beide alle von uns errichtete frühere Testamente oder Erbverträge.

Wir setzen uns gegenseitig zu Alleinerben unseres gemeinsamen Vermögens ein. Weiterführende Bestimmungen für den Fall einer Wiederverheiratung des überlebenden Partners treffen wir nicht.

Nach dem Tod eines der Ehegatten kann der andere Ehegatte nach Annahme der Zuwendung seine eigene Verfügung nicht mehr widerrufen. Die Erbeinsetzung ist gegenseitig wechselbezüglich.

München, den 01.01.2014

Unterschrift Max Mustermann

Testament-Muster für ein Testament einer Einzelperson

Ich widerrufe hiermit alle etwa bisher von mir getroffenen Verfügungen von Todes wegen. Mein letzter Wille soll sich ausschließlich nach den folgenden Ausführungen richten.

Gründe für ein Testament

Der Verstorbene ist noch nicht ganz unter der Erde, da geht der Streit um den Nachlass schon los. Durch das Testament wird klar geregelt, wer welchen Anteil von dem Erbe erhält. Die wichtigsten Fragen beantwortet der WISO-Tipp vom ZDF. Weitere informationen zum Schreiben von einem eigenen Testament und Testament-Muster findet man, wenn man Google bemüht. Beispielsweise ist hier eine sehr ausführliche Aufstellungen zu den wichtigsten Eckpunkten beim Schreiben eines Testaments zu finden.

Beim Tod eines Menschen, der kein wirksames Testament errichtet hat, tritt immer die gesetzliche Erbfolge ein. Diese Erbfolge entspricht möglicherweise nicht den Vorstellungen des Erblassers und kann zu größeren Streitigkeiten unter allen Angehörigen führen. Wer dies vermeiden möchte, muss die Erbfolge durch ein Testament regeln. Wer Streiterein vermeiden woll, sollte daher unbedingt alles in einem Testament regeln. Beispielsweise kann es sogar passieren, dass das gesamte Erbe an den Staat geht, falls keine Erben vorhanden sein sollten. Dies möchten sicher viele Menschen vermeiden und das Erbe eher an eine gemeinnützige Einrichtung spenden. Durch das Nutzen eines Testament-Muster kann man dies umgehen.

Testamente: Notarielles versus eigenhändiges Testament

Nach deutschem Gesetz wird zwischen zwei verschiedenen Formen beim Testament unterschieden.

Das öffentliche (notarielle) Testament

Das öffentliche bzw. notarielle Testament wird der Gestalt angefertigt, dass der Erblasser dem Notar seinen letzten Willen erklärt oder eine offenes bzw. verschlossens Schrifstück übergibt (Testament). Diese Erklärung gilt als sein letzter Willen nach § 2232 BGB. Der Notar ist dazu verpflichtet, den Erblasser bei der Abfassung des Testaments umfassend zu beraten,so dass sein letzter Wille unmissverständlich und juristisch einwandfrei zum Ausdruck kommen kann. Das öffentliche Testament ist mit Kosten verbunden, da der Notar seine Tätigkeit natürlich berechnet. Ein großer Vorteil des notariellen Testaments ist, das es absolut Fälschungssicher. Der Notar behält die Ausfertigung des Testamens und ist somit nicht auf die Zusammenarbeit mit den Erben angewiesen.

Das eigenhändige Testament

Jeder Volljährige hat die Möglichkeit ein handschriftliches Dokument anzufertigen, das seinen letzen Willen enthält. Die Erklärung muss vollständig vom Erblasser verfasst werden, so dass man anhand der Handschrift im Zweifelsfall seine Identität überprüfen kann. Zudem sollten Datum und Ort der Erstellung ergänzt werden. Das Testament muss natürlich auch unterschrieben werden, weobei die Unterschrift am Ende des Testaments angebracht werden muss. Die bloße Unterzeichnung eines maschinenschriftlichen Dokuments, das mit einem Schreibprogramm erstellt wird, reicht nicht aus. Die Art und Weise der Erstellung der Testamentsurkunde spielt dabei keine Rolle. Das Testament kann in der „klassischen Form“ oder auch etwa in Briefform verfasst sein. Es ist sogar möglich, das eigenhändige Testament in einer anderen Sprache oder in Steno zu verfassen.

Pflichtteil beim Testament

Grundsätzlich ist man als Erblasser frei in seiner Entscheidung, wen man als den Erben einsetzen möchte. Es gibt aber Ausnahmen. Bestimmte Angehörige können Sie von dem eigenen Testament nicht ausklammern. Diese Personen haben Anspruch auf den sog. Pflichtteil. Der Pflichtteil besteht in diesem Fall in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils. Nach § 2303 BGB haben enge Angehörige einen Anspruch auf den Pflichteil.

  • Ist ein Abkömmling des Erblassers durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen, so kann er von dem Erben den Pflichtteil verlangen. Der Pflichtteil besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils.
  • Das gleiche Recht steht den Eltern und dem Ehegatten des Erblassers zu, wenn sie durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen sind. Die Vorschrift des § 1371 bleibt unberührt.

Wurde eine Person enterbt oder im Testament nicht bedacht, so kann sie einen Pflichtteil an dem Erbe einfordern. Pflichtteilsberechtigt können grundsätzlich nur Abkömmlinge des Erblassers wie Kinder, Enkel, Urenkel sein, sowie die Eltern und der Ehegatte oder eingetragene Lebenspartner des Erblassers.

Pflichtteilsberechtigter und Erbe haben die Chance, sich vertraglich über die Ablösung des bestehenden Pflichtteilsanspruchs zu einigen. Solle der Erbe die Forderungen nicht erfüllen können, wird der Erbe sicher einer anderweitigen Einigung nicht abgeneigt sein. Beiden Seiten steht es frei, zusammen einen Vertrag zu vereinbaren, wonach der Pflichtteilsberechtigte zur Abgeltung seiner Forderungen einen materliennen Teil des Erbes (z.B. eine Wohnung oder eine Auto) erhält. Es ist jedoch ausgeschlossen, dass der Pflichtteilsberechtigte einen direkten Anspruch auf einen oder mehrere Nachlassgegenstände hat.

Vorlage für Widerruf von einem Testament

Möglicherweise wollen Sie ein “falsches” Testament zu Lebenszeiten widerrufen oder Sie haben sich im Laufe der Zeit für eine andere Aufteilung des Erbes entschieden? Sollte ein neues Testament aufgesetzt werden, ist es empfehlenswert, allle alten Testamente zu wiederrufen. Dies können Sie mit folgender Formulierung tun:

“Mit diesem Testament widerrufe(n) ich (wir) alle bisher errichteten Verfügungen von Todes wegen.”

Von einem Widerruf kann natürlich abgesehen werden, wenn das alte Testament vernichtet wurde, jedoch wird dennoch empfohlen, diesen Widerruf aufzunehmen.

Gesetzliche Erbfolge ohne Testament

Im Rahmen gesetzlichen Erbfolge wird geregelt, wer das Vermögen eines Erblassers erhält, wenn kein Testamen hinterlassen wurde. Es wird auch definiert, wie groß der Anteil der einzelnen Personen an der Erbengemeinschaft ist. In der gesetzlichen Erbfolge haben Verwandte Anspruch auf ein Erbe. Verwandt ist mit dem Erblasser jeder, der von ihm oder von derselben dritten Person abstammt. Zu den leiblichen Verwandten zählen seit 1. Januar 1977 auch adoptierte Personen. Diese Verwandten werden in Erbenordnungen eingeteilt.

  • Abkömmlinge des Erblassers (alle Kinder, einschließlich der nichtehelichen und der adoptierten Kinder, Enkel, Urenkel etc.)
  • Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Neffe, Nichte, Großneffe, Großnichte usw.)
  • Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (Großvater, Großmutter, Onkel, Tante, Cousin, Cousine usw.)
  • Urgroßeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (Urgroßvater, Urgroßmutter, Großonkel, Großtante usw.)

Der Ehegatte ist nicht mit dem Erblasser verwandt. Er gehört nicht zu dem oben beschriebenen Kreis der Erben. Sein gesetzliches Erbrecht beruht daher auf besonderen Vorschriften. Dem Ehegatten stehen vorab der eheliche Hausrat und die Hochzeitsgeschenke zu. Sind neben dem Ehegatten gleichzeitig gesetzliche Erben erster Ordnung erbberechtigt, so erbt der überlebende Ehegatte 1/4 des Nachlasses (§ 1931 Abs.1 BGB).

Testamentsvollstrecker

Der Testamentsvollstrecker ist eine Person, die von dem Erblasser ernannt wird, um den letzten Willen (Testament) des Erblassers umzusetzen. Die Regelungen zur Testamentsvollstreckung finden sich im Gesetz in §§ 2197 ff. BGB. Die Testamentsvollstreckung kann helfen, die Ansprüche von Erben und Vermächtnisnehmern zu schützen, was auch der Hauptgrund ist, warum ein Testamentsvollstrecker eingesetzt wird. Für die Phase der Testamentsvollstreckung ist den Erben die Verfügungsgewalt über das Erbe entzogen. Außerdem kann der Erblasser auch bei Anordnung einer andauernder Verwaltung des Erbes durch den Testamentsvollstrecker, die mögliche Verteilung des achlasses langfristig verhindern. Für die Führung des Amtes kann der Testamentsvollstrecker auch eine angemessene Entlohnung erhalten.

Auf dieser Seite wollen wir Ihnen in naher Zukunft einige Testament-Muster präsentieren, die Sie selbst nutzen können. Jedoch ist es immer ratsam rechtlichen Beistand einzuhalten, man solte nicht ohne weiteres auf ein Testament-Muster vertrauen. Das Testament-Muster kann aber eine gute Anregung sein, wenn man ein eigenes Testament erstellen will. Das Testament-Muster dient dann als Gedankenstütze und als Idee für das eigene Testament.

 

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